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11Feb

Imagevideos für Unternehmen – diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

Videos für Marketing und Kommunikation haben einen entscheidenden Vorteil: sie erzeugen Atmosphäre, Emotionen und Stimmung wie kein anderes Medium. Kein Wunder also, dass sich Imagefilme seit Jahren immer grösserer Beliebtheit erfreuen. Allgemein wird das Bewegtbild für Unternehmen immer wichtiger. Videos haben das Zeug zum Fesseln. Sie berühren und hinterlassen Botschaften klar und deutlich. Doch klar ist dabei auch: Wer Werbefilme für sein Unternehmen plant, sollte einige Dinge beachten. Hier sind 5 Fehler, welche Sie lieber vermeiden.

1. Falsche Strategie

Je nach Unternehmen sind verschiedene Produktionen denkbar. So können Sie eventuell einen hochprofessionellen Clip anfertigen lassen, eine Low Budget Produktion in Auftrag geben oder gar selbst loslegen. Einige Freiberufler haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, Produktionen im Low Budget Bereich anzubieten. Immer mehr Unternehmen setzen währenddessen auf eigene Produktionen und greifen beispielsweise zum Smartphone. Für den eigenen kleinen YouTube-Kanal oder den Instagram-Feed mag das ganz praktisch sein, für grössere Kampagnen bringt eine professionelle Imagevideo-Kampagne mit einer bestimmten Strategie die Botschaft besser dem Endkunden rüber. Die Kosten werden für jedes Imagevideo individuell angepasst, sie hängen von der Planung, dem Dreh und der Postproduktion ab. Infomieren Sie sich dabei vorher über die Leistungen und prüfen Sie die Referenzen der Anbieter vorsichtig. Nichts wäre ärgerlicher als ein nicht zufriedenstellendes Endergebnis.

Was wir auf jeden Fall empfehlen: machen Sie aus Ihrem Imagevideo-Projekt gleich eine Kampagne mit mehreren Outputs für Social Media. So können Sie mehrere Plattformen in diversen Formaten und Layouts bespielen oder gar sponsern. Jedes Netzwerk bringt seine spezifischen Eigenheiten mit sich, sodass die moderne Videoproduktion die Clips sowohl inhaltlich wie auch formell darauf abgestimmt sein muss. Eignet sich Ihr Produkt für Facebook, Youtube, Instagram oder LinkedIn? Lassen Sie sich von einem Profi beraten.

2. Unterschätzung des Zeitaufwandes

Gut Ding will Weile haben. Das gilt selbstredend auch oder gerade erst für ein Imagevideo. Für einen gut geplanten und am Ende strukturiert umgesetzten Werbefilm braucht es viel Energie und Zeit, daher sollte man die Zeit nie unterschätzen. Von der ersten Besprechung bis zur Fertigstellung des Clips können mehrere Tage oder Wochen vergehen. Auch beim Zeitmanagement kommt es auf den Wunsch der Umsetzung an. Sobald die erste Besprechung mit dem von Ihnen beauftragten Unternehmen oder Freelancer stattgefunden hat, erhalten Sie eine Übersicht der voraussichtlichen Produktionsdauer. Entscheidend dafür ist, welches Equipment benötigt wird, wo der Dreh stattfindet, ob Schauspieler benötigt werden, wie aufwendig die Animation (2D oder 3D) und der Schnitt sein werden und wie umfangreich die Tonbearbeitung sein wird. Wird der Clip von einem professionellen Unternehmen durchgeführt, müssen Sie sich keinerlei Gedanken mehr machen und erhalten regelmässig den neusten Stand der Firma. In den Zeitplan eingerechnet werden sollten immer einige Puffertage. In der Postproduktion gibt es Feedbackrunden und Korrekturen, die das Resultat perfekt machen.



3. Eine falsche Dimension

Bevor es an Planung und Umsetzung geht, sollte eine Konzeption durchgeführt werden. Verschaffen Sie sich zusammen mit dem Videoproduzenten erst einmal einen Überblick, über mögliche oder gar nötige Zusatzoptionen. Braucht es den Einsatz einer Drohne für ausdrucksstarke Bilder aus der Vogelperspektive, professionelles Lichtequipment für optimale Ausleuchtung, ein Greenscreen für nachträglich eingefügte Hintergründe oder gar ein ganzes Studio für aufwendige Szenen? Professionelle Unternehmen werden Ihnen zu den einzelnen Optionen eine gute Beratung geben und darüber aufklären, welche Möglichkeiten es gibt. Insbesondere bei aufwendigen Optionen müssen weitere Dinge beachtet werden. Etwa die Rechtslage für die kommerzielle Verwendung bestimmter Drohnenaufnahmen oder die Flugerlaubnis. Ab Juni 2020 müssen in der Schweiz alle Drohnenpiloten eine Bewilligung besitzen. Auch muss vorher klar besprochen werden, für was der Film genutzt werden soll. Soll er am Ende als YouTube-Werbung geschaltet werden, im Kino laufen, über die Kinoleinwand flimmern oder lediglich auf der eigenen Homepage angeboten werden? All das muss vorher klar sein, denn hiernach richten sich Aufwand, technisches Equipment und Kosten.

4. Interviews als Selbstverständlichkeit

Statements der eigenen Mitarbeiter, Partner oder Kunden gehören praktisch zu fast jedem Imagefilm dazu. Sie vermitteln Nähe, Authentizität und Glaubwürdigkeit. Doch auch wenn solche Interviews beliebt und praktisch sind: nicht jede Person kann vor einer laufenden Kamera sprechen. Deshalb ist es wichtig, dass der Videoproduzent ein Flair für Zwischenmenschlichkeit, Schauspiel und Darstellung mit sich bringt. Ein Laie lockert sich auf, wenn er von vertrauenswürdigen, geduldigen Personen umgeben ist. Idealerweise kann der Regisseur oder Filmer die Szene oder das Statement gleich selbst kurz vortragen, um Amateuren ein Beispiel zu zeigen. Denn die Angst, schlecht dargestellt zu werden, ist oft vorhanden. Letzten Endes landen aber nur wenige Sekunden daraus im fertigen Produkt und die ausgewählten Sequenzen werden die Protagonisten von der besten Seite zeigen. Bilder als Überblendungen werden Patzer und Versprecher kaschieren.

5. Stock Footage Videos

Bei Stock Footage Videos handelt es sich um bereits produzierte, professionelle Videosequenzen. Sie werden über Agenturen eingekauft und können gegen eine Lizenz für das eigene Projekt genutzt werden. Die Aufnahmen sind verglichen mit einer eigenen Produktion deutlich günstiger und in spitze Qualität. Klar ist aber auch, dass dieses Material von allen Unternehmen genutzt werden kann. Nichts wäre unvorteilhafter als eine Werbung mit verschiedenen Szenen, die das Konkurrenzunternehmen zufälligerweise in der zeitgleich erschienenen Produktion auch genutzt hat. Zudem sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass Ihre Zielgruppe erkennen könnte, dass es sich bei einem Video um Stock Footage Material handelt. Der positive Effekt der Bilder würde somit vollständig verloren gehen. Stock Footage Videos können auch schlecht wirken, deshalb braucht es die nötige Hilfestellung. Mit der entsprechend professionellen Beratung können Sie solche Sequenzen zu Ihrem Vorteil einsetzen. Dafür müssen die Clips schlau ausgewählt und in den Imagefilm integriert werden.

Fazit

Je nach Budget und Ziel stehen verschiedenen Produktionsmöglichkeiten zur Auswahl. Besonders wichtig ist eine konkrete Planung und ein gesetztes Ziel, was der Werbeclip liefern soll. Erst wenn das feststeht, kann es an die konkreten ersten Schritte gehen. Auch wenn Smartphones mittlerweile echte technische Wunder sind und der befreundete Lieferant vielleicht hobbymässig filmt, gehört der Dreh eines Imagefilmes in die Hände von Profis. Ein professionell geplantes, gedrehtes und bearbeitetes Video kann sich am Ende sehen lassen und führt garantiert zum gewünschten Erfolg.

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Thomas Zahnd

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